Veröffentlicht am

JACOBI – DER TURM UND WIR

9783939680390

JACOBI
DER TURM UND WIR

Die Jahre 1945 – 1989
Ursula Kaden
Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-39-0126 Seiten mit zahlreichen Abb.
€ 14,95 (D)
Broschur
Größe 15 cm x 21 cm

Beschreibung

St. Jakobi zu Stralsund. Seit mehr als sieben Jahrhunderten steht diese Kirche mitten in der Stadt. Gute Jahre hat sie gesehen. Aber sie erlebte auch Notzeiten, von denen sie in keinem Jahrhundert verschont blieb. Wie überstand die Jakobikirche solche schwere Zeit? Wer half ihr? Dem wird im vorliegenden Buch nachgegangen. Die Autorin widmet sich dabei den Jahren 1945 bis 1989. 

Aus dem Buch:

 

Leseprobe

 

Veröffentlicht am

Junger Mann auf Irrwegen

9783939680406

Junger Mann auf Irrwegen

Mit Falladas Romanfiguren durch Vorpommern

Sabine Koburger

Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-40-6
187 Seiten mit Illustrationen von Regina B. Apitz sowie zahlreichen Abb. und 2 gezeichneten Plänen von Erich Kliefert als Beilage       € 18,95 (D)
Broschur
Größe 21 cm x 15 cm

Beschreibung

Dieses ungewöhnliche Buch bietet mit seinem Blick hinter die Kulissen eine ausgefallene Lesart des Romans „Der Jungherr von Strammin“ an. Die Fallada-Forscherin Dr. Sabine Koburger begleitet den „jungen Mann“ durch Vorpommern bis nach Paris und entdeckt hinter der nur auf den ersten Blick harmlosen Geschichte Überraschendes, das einmal mehr Falladas Meisterschaft offenbart.Dabei war es kein Zufall, dass der Autor als zentralen Schauplatz Stralsund wählte, wie er dem Herausgeber des „Stralsunder Tageblatts“ am 16. Februar 1943 mitteilte: „Die Atmosphäre Ihrer Stadt ist es, die mich verlockt hat, meinen neuen, für die ‚Woche‘ bestimmten Roman […] dorthin zu verlegen.“  Dem Buch liegt ein Plan von Stralsund und Umgebung bei, gezeichnet von Erich Kliefert in den 1950er Jahren.

Aus dem Buch:

Leseprobe pdf

kaufen

Veröffentlicht am

Rostocker Porträts

9783939680376

Rostocker Porträts

Persönlichkeiten aus 800 Jahren Stadtgeschichte

Willi Passig

Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-37-6
304 Seiten mit Abbildungen
jetzt nur noch 9,00 Euro
Broschur
Größe 22 cm x 16 cm

Beschreibung

Der Autor Willi Passig bleibt seiner Erinnerungskultur treu und hat sich mit diesem Buch auf die Suche nach Persönlichkeiten aus Rostocks 800jähriger Geschichte gemacht. Dabei ist ein Potpourri entstanden, das 33 Personen, die ihr Leben in Rostock verbrachten und auch solche, die den klangvollen Namen der Hanse- und Seestadt in die Welt hinausgetragen haben, enthält. Willi Passig hat sich in diesem Buch nicht nur auf Literaten beschränkt. Künstler, Mediziner, Rostocks Reformator und andere sind in diesem Buch vertreten. Der Autor schafft es, einen weiten Bogen zu spannen, der sich vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart erstreckt.

Die folgenden Personen fanden ihre Würdigung in diesem Buch:

Der älteste Rostocker Dichter
Hermann Damen 1255 bis 1307
Rostocks Reformator
Joachim Slüter 1490 bis 1532
Ein Krämer als Zeichner und Chronist
Vicke Schorler 1560 bis 1625
Der Kaufmann und Poet
Joachim Schlu 1563 bis 1624
Ein bescheidener Gelehrter
Daniel Georg Morhof 1639 bis 1691
Der wohlversuchte Südlander
Carl Friedrich Behrens 1701 bis 1745
Der Stadtchronist und Bürgermeister
Heinrich Nettelbladt 1715 bis 1761
Ein Held besonderer Art
Gebhard Leberecht von Blücher 1742 bis 1819
Ein Ribnitzer wird Bürgermeister in Rostock
Joachim Friedrich Zoch 1750 bis 1833
Der Senator mit sozialem Sinn
Johann Christian Schröder 1760 bis 1809
Er wirkte als Arzt und Chronist
Johann Wilhelm Josephi 1763 bis 1845
Der Rostocker Ehrenbürger
Johann Jacob Daniel Weiß 1773 bis 1843
Rostock verdankt ihm eine Wasserheilanstalt
Joachim Friedrich Vick 1788-1849
Ein vergessene Autor
Adolf Wilbrandt 1837 bis 1911
Für das Stadttheater den Besten
Richard Hagen 1843 bis 1905
Eine produktive Autorin
Helene Hübener 1843 bis 1918
„Bün`n Rostocker Jung“
Max Dreyer 1862 bis 1946

Sie liebte den Norden – die Autorin
Sophie Kloerss 1866 bis 1927
Für Frauen engagiert – und vergessen
Laura Witte 1869 bis 1939
Gelebt, Geliebt, Gelitten
Marie Bloch 1871 bis 1944
Pegasus im weißen Kittel
Hans Curschmann 1875 bis 1950
Ein „Gefallener Stürmer und Dränger“
Hans Paasche 1881 bis 1920
Der Rostocker auf hoher See
Ernst Weitendorf 1883 bis 1975
Geehrt, Verfemt und in den Tod gehetzt
Hans Moral 1885 bis 1933
„Tiere, die mir Freunde waren“
Alfred Buckowitz 1888 bis 1966
Lieder eines Malers
Egon Tschirch 1889 bis 1948
Freude und Leid zwischen sieben Toren
Theodor Jakobs 1896 bis 1947
Werkdirektor, Dichter und Maler
Kurt Dunkelmann 1906 bis 1983
Der Geistliche und sein Gotteshaus
Nikolaus Schnitzler 1914 bis 1978
„Mein Vaterland ist die Freiheit“
Arno Esch 1928 bis 1951
Ein Leben, Freude zu bereiten
Dietrich Dahl 1931 bis 2011
„Un ick bün Kasper-Ohm“
Rolf Spieker 1934 bis 2015
Ein Nordlicht aus dem Ostseebad
Rolf Grund 1936 bis 2001

Aus dem Buch:

Leseprobe

Veröffentlicht am

So fang es heimlich an

9783939680383

So fang es heimlich an

Von Hans Fallada zu Hannes Valentin

Marianne Wintersteiner
Herausgeber: Gunnar Müller Waldeck
Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-38-3
204 Seiten mit Illustrationen von Regina B. Apitz
€ 17,95 (D)
Broschur
Größe 21 cm x 15 cm

Beschreibung

Hans Fallada (1893-1947) lernte durch Vermittlung von Ernst Rowohlt1938 die angehende junge Romanautorin Marianne Portisch – später Wintersteiner – (1920 -2003) kennen und betreute ihren ersten Roman.

Eine erste persönliche Begegnung im Kliniksanatorium Hohenlychen wurde der Beginn einer zarten Liebesbeziehung. Seine Ehekrise mit Anna Ditzen, Mutter seiner Kinder, kam dieser Annäherung entgegen, bis die junge Frau aus dem Sudetenland, damals engagierte völkische Jung-Funktionärin, 1944 die Beziehung beendete und die süß-bittere Geschichte in ihrem Inneren vergrub.
Erst um 1975 – Marianne Wintersteiner war eine bekannte und geachtete Autorin zahlreicher Prosaarbeiten und Romane geworden – entschloss sie sich, ihren eigenen “Lebensroman“ nieder zu schreiben: Eine Liebesgeschichte, die sich an die äußeren Abläufe hält, für die Protagonisten jedoch andere Namen wählt. Das Buch erhellt in dichterischer Gestaltung ein wenig bekanntes Kapitel in beider Leben. Auch für sich bevorzugte die Autorin zunächst ein Pseudonym.
Hier erscheint die Geschichte erstmals als Buch und – mit ihrem damals geäußerten Einverständnis – anderthalb Jahrzehnte nach ihrem Tode unter ihrem echten Namen.

Aus dem Buch:

Leseprobe

Nachwort (Auszug)

 

Eine zarte Liebesgeschichte und ein massives Nachwort – passen diezueinander?
Nein, aber es ist dies eine besondere Liebesgeschichte, die bald vierzig Jahre nach ihrem Erst-Erscheinen 1978/79 als Fortsetzungsroman in einem österreichischen Provinzblatt nun hier erstmals in Buchform vorgelegt wird.
Sogar der Verfassernamen hat sich geändert. Und da bedarf es schon einiger erklärender Worte, zumal diese poetische Schöpfung ganz im Authentisch-Autobiographischen gründet, wobei die entsprechenden Ereignisse ihrerseits beim Zeitungserstabdruck ebenfalls vierzig Jahre zurück lagen.
Wann das Manuskript selbst entstand und wie lange es vorher bereits im Schreibtisch der Autorin lag, ist nicht bekannt. Die Autorin spricht von „an der Schwelle des Alters“, also um 1970. Seit der Episode selbst sind inzwischen achtzig Jahre vergangen, und das ist ein ganzes langes Menschenleben… Das Besondere aber bleibt, dass der vielbehandelte, unterschiedlich bewertete, oft geschmähte, oft gerühmte Romancier Hans Fallada, mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen, dem Leser hier erstmals als Romanfigur, also „gedichtet“, gegenübertritt und dass die Partnerin dieser Begegnung die Autorin selbst ist, bei diesem Selbstporträt immer in dritter Person erscheint und nun mit ihrem eigentlichen Namen: Marianne Wintersteiner (seinerzeit unter Pseudonym!) vor das Publikum tritt, vierzehn Jahre nach ihrem Tode im Jahre 2003. Warum das Versteckspiel? Sie hat es selbst gesagt: Aus Familienrücksichten, und sie hat hinzugefügt, dass diese „später“ und das hieß: nach ihrem Tode keine Rolle mehr spielen sollten.

Marianne Wintersteiner, geboren am 20. Februar 1920 in Mährisch-Schönberg, hat seit den siebziger Jahren eine Vielzahl sorgfältig recherchierter biografischer Romane über berühmte Frauen geschrieben (u.a. über Katharina von Bora, Lola Montez, Bertha von Suttner, Anna Magdalena Bach, Lou von Salomé), Kinderbücher, Erzählungen, Heimatromane und eine Romanfolge über die eigene Familiengeschichte („Und freundlich lächelt der Morgen“, „Katzengold“, „Alles ist Wiederkehr“, „Maries Seidenschuh“). Am Anfang aber stand der Band „Ein Schloss in Mähren“, ein Band – besser: ein Manuskript – das sie schicksalhaft mit Fallada in Verbindung brachte. Geboren als Marianne Portisch in Mährisch-Schönberg/Sudetenland besuchte sie eine sudentendeutsche Sportschule und avancierte bald zur verantwortlichen Redakteurin der „Jungmädel“-Zeitschrift der sudetendeutschen Jugend mit dem Titel „Mädel, komm mit“.

… (gekürzt)

Gunnar Müller-Waldeck           Greifswald, April 2017

Veröffentlicht am

Kosegartens Ring

9783939680345

Kosegartens Ring
Der Briefwechsel zwischen
BERTHA BALTHASAR und
THEODOR PYL in den Jahren 1884 bis 1886

Herausgegeben und kommentiert von
Eberhard Schmidt

Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-34-5
136 Seiten mit Abbildungen
€ 13,95 (D)
Broschur
Größe 22 cm x 15 cm

 

Beschreibung

Bei der Recherche von Eberhard Schmidt zu Alwine Wuthenow stieß er unter anderem auch auf Briefe ihrer Schwester Bertha Balthasar. Der Herausgeber widmete sich nun mehr und mehr der Persönlichkeit Bertha Balthasars und ihrer Familie. Dazu machte er diesen hier veröffentlichten Briefwechsel zwischen ihr und dem Greifswalder Professor Theodor Pyl ausfindig. Diese Briefe zeichnen ein authentisches Bild des Alltags in Vorpommern. Sie schildern mit besonderer Eindringlichkeit die Nöte, Lebensweise und wichtigen Themen der Jahre 1884-1886. Aber darüber hinaus klären die Briefe auch darüber auf, wie der Verlobungsring von Ludwig Gotthard Kosegarten an seine damalige Jugendliebe und heimliche Verlobte Dorothea Hagenow, dann über Umwege etwa 100 Jahre später an die Universitätsbibliothek Greifswald übergeben werden konnte. Durch eine umfassende Einleitung, durch zahlreiche Fußnoten beim Briefwechsel und weitere Hintergrundinformationen liefert der Herausgeber eine Fülle von interessanten Informationen. Lesenswert macht dieses Buch zudem der schöne Schreibstil des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Aus dem Buch:

Inhalt

  • Einführung 
  • Briefe (die mit einem Stern (*) gekennzeichneten Briefe sind verschollen)
  • 1 Balthasar an Pyl, 4. bis 7. April 1884 
    *2 Pyl an Balthasar, 9. April 1884
    3 Balthasar an Pyl, 9. November 1884 
    4 Pyl an Balthasar, 11. November 1884 
    5 Balthasar an Pyl, 29. Dezember 1884 
    *6 Pyl an Balthasar, 6. Januar 1885
    7 Balthasar an Pyl, 7. bis 15. Januar 1885 
    8 Pyl an Balthasar, 19. Januar 1885 
    9 Balthasar an Pyl, 11. April 1885 
    10 Pyl an Balthasar, 12. April 1885 
    11 Balthasar an Pyl, 19. April 1885 
    12 Pyl an Balthasar, 20. April 1885 
    13 Balthasar an Pyl, 23. April 1885 
    14 Balthasar an Pyl, 24. April 1885 
    15 Pyl an Balthasar, 24. April 1885 
    16 Balthasar an Pyl, 30. April 1885 
    17 Pyl an Balthasar, 2. Mai 1885 
    18 Balthasar an Pyl, 23. Mai 1885 
    19 Balthasar an Pyl, 11. Juni 1885 
    20 Pyl an Balthasar, 12. Juni 1885 
    21 Balthasar an Pyl, 2. Juli 1885 
    *22 Pyl an Balthasar, 9. Juli 1885
    23 Balthasar an Pyl, 11. Juli 1885 
    24 Pyl an Balthasar, 6. August 1885 
    25 Balthasar an Pyl, 2. bis 3. September 1885 
    26 Pyl an Balthasar, 10. September 1885 
    27 Balthasar an Pyl, 7. bis 9. November 1885 
    28 Balthasar an Pyl, 26. und 27. Dezember 1885 
    *29 Pyl an Balthasar, Dezember 1885
    30 Balthasar an Pyl, 31. Dezember 1885 
    31 Balthasar an Pyl, 11. Januar 1886 
    32 Balthasar an Pyl, 6. und 7. April 1886 
    *33 Pyl an Balthasar, 11. April 1886
    34 Balthasar an Pyl, 28. April 1886 
    35 Pyl an Balthasar, 6. September 1886 
    36 Balthasar an Pyl, 17. September 1886 
    37 Pyl an Balthasar, 18. September 1886 
    38 Balthasar an Pyl, 7. und 8. November 1886 
    39 Pyl an Balthasar, 12. November 1886 
    40 Balthasar an Pyl, 31. Dezember 1886 

    Geleitwort

  • Anhang
A1 Verwandtschaftliche Beziehungen Bertha Balthasars 
A2 Ludwig Theobul Kosegarten an Dorothea Otto, geb. Hagenow, 26. April 1812 
A3 Bertha Balthasar an Bernhard von Lepel über Theodor Fontanes Buch „Ein Sommer in London“, August 1855 
A4 Bertha Balthasar an Theodor Pyl, Juli 1878 
A5 Gedicht Bertha Balthasars für Theodor Pyl, 13. Dezember 1882 
A6 Entwurf eines Schreiben von Theodor Pyl an Gustav von Gossler, 17. Juni 1886 
A7 Biografisches zu Kurator Heinrich Steinmetz 
Danksagung 
Abbildungsverzeichnis 
Personenverzeichnis

Einleitung

I
Schnelligkeit moderner Kommunikationsmittel lässt die jahrhundertealte Kultur des Briefeschreibens allmählich verkümmern. Die rasante Entwicklung immer „effizienterer“ Technologien der menschlichen Kommunikation bewirkt eine ebenso schnelle „Alterung“ der dafür benutzten digitalen Informationsträger, wodurch der Verlust eines großen Teils unseres heutigen privaten Informationsaustausches zu befürchten ist. Künftige Forscher werden Mühe haben, authentische Quellen zu finden, wenn sie sich die Alltagsgeschichte unserer heutigen Zeit zum Thema machen.
Noch vor 130 Jahren – der Aufbau eines Telefonnetzes in Deutschland steckte in den allerersten Anfängen – nahm man beim Licht der Petroleumlampe den Federkiel in die Hand, tauchte ihn ins Tintenfass und schrieb einander seitenlange Briefe. Sofern mindestens einer der Schreibenden eine gewisse Prominenz hatte, bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Briefe als Nachlass in ein Archiv oder eine wissenschaftliche Bibliothek gelangten und so der Nachwelt erhalten blieben. Besonders aufschlussreich ist es, wenn der Briefwechsel beider Schreibpartner zusammengeführt werden kann. Im Dialog der Schreibenden wird der Austauch von Meinungen und die Enwicklung der Beziehungen zwischen den Briefpartnern deutlich. Der hier erstmals veröffentlichte Briefwechsel eines Greifswalder Professors mit einer Gützkower Pastorentochter aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bietet einen kultur- und regionalgeschichtlich interessanten Einblick in die privaten und öffentlichen Lebens6 verhältnisse des Bildungsbürgertums Vorpommerns in der damaligen Zeit. Er wirft gleichzeitig ein Licht auf die unterschiedlichen Geschlechterrollen im Kaiserreich Wilhelms I.
II
An der Außenwand des denkmalgeschützten Hauses Fischstraße 10 in Greifswald erinnert eine schwarze Tafel an dessen ehemaligen Besitzer und Bewohner: den Greifswalder Historiker Theodor Pyl. Die alte Hansestadt ehrte und ehrt mit der Gedenktafel einen Bürger, dessen Verdienst es nach Meinung des renommierten Stettiner Historikers Wehrmann ist, „daß wohl die Vergangenheit kaum einer deutschen Stadt so gründlich und vielseitig erforscht ist, wie die Greifswalds“.Karl Theodor Pyl wurde am 10. November 1826 in Greifswald geboren. Die Familie stammte aus Stralsund. Ein Zweig der Familie war seit 1673 in Greifswald ansässig und hatte eine Reihe namhafter Theologen hervorgebracht.

-Auszug aus der Einleitung-

Veröffentlicht am

Der Bildhauer Wilhelm Groß in Eden

9783939680338

Der Bildhauer Wilhelm Groß in Eden

Facetten aus Leben und Werk der Jahre 1919 bis 1974

Hanna Spiegel
Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-33-8
177 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
€ 17,90 (D)
Broschur
Größe 21 cm x 15 cm

Beschreibung

Mit 36 Jahren siedelte sich der Bildhauer, Grafiker und Prediger Wilhelm Groß 1919 in der Oranienburger Vegetariersiedlung Eden an. Er lebte und wirkte dort 55 Jahre lang bis zu seinem Tod Die Bibliothekarin und Biografin Hanna Spiegel breitet sein Leben und umfangreiches Schaffen vor uns aus. Sie lässt uns teilhaben an seinem Schaffensprozeß, an seinem Ringen um aussagekräftige, expressionistische Kunstwerke und an seinen Kontakten zu Weggefährten. In vier Jahrzehnten schuf Groß eine schierunüberschaubare Zahl von Kunstwerken unterschiedlicher Genres, die in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Deutschland und im Ausland andächtige Bewunderer fanden. Die zahlreichen Abbildungen geben einen Einblick in sein Oeuvre und beleben den Text.

Aus dem Buch:

Inhalt

  • Geleitwort von Dr. Bernd Reischel
  • Vorwort
  • Wilhelm Groß in und mit der Eden-Genossenchaft
  • Ankunft und Einzug – 1. Edener Kunstausstellung
  • Edener Persönlichkeiten
Richard Bloeck
Ida Sachse
Hermann Harms
Ingeborg Lauktien
  • Die Strohkirche – Ars crucis
Christus in Getsemane knieend
Kruzifixe, Altargerät
  • Sepulkralkultur
  • Ende der 1920er Jahre
Schneidemühl
Körlin
Halle/Saale
Zossen
  • Groß – Barlach – Lehmbruck
  • Kinder im Schaffen des Künstlers
  • Beginn der 1930er Jahre
Silvio Gesell
Heinrich von Stephan
  • 2. Edener Kunstausstellung
  • Pfarrernotbund/ Bekennende Kirche
Lina Lingner
Hanna Erckel
Predigerseminar Finkenwalde
Dietrich Bonhoeffer
  • Ariergesetze/Entartete Kunst
Holzschnittte
Möbel
  • Vor dem Krieg/Krieg
Niemöller
Luther
  • 1945/Nachkriegszeit
Oranienburger Kirchenlandschaft 
  • Kunstausstellung Berlin-Zehlendorf
  • 1949- 53 Barmherzigkeitsaltar-Der erstarrte Michael-Amos
  • Ehrendoktorwürde
Kain
  • SELK/ Berlin-Mitte/Berlin-Dahlem
  • Der Tod
  • Nachklang
  • Anhang
Fussnotenverzeichnis
Im Text genannte Persönlichkeiten
Abbildungsverzeichnis
Dank an freundliche Helfer
Verzeichnis der benutzten Literatur

Geleitwort

Die Eden-Genossenschaft hat eine mehr als 120-jährige Geschichte hinter sich. Sie hat vier verschiedene Gesellschaftssysteme überdauert, und ist jetzt in der Bundesrepublik angekommen. Die Eden- Genossenschaft ist das einzige Projekt der Lebensreformbewegung, das wie durch ein Wunder all diese gesellschaftlichen Umbrüche überdauert hat und heute noch existiert. Eden ist immer noch ein besonderer Ort.
Die Lebensreformbewegung zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Antwort reformerisch gesinnter Menschen aus dem Bürgertum auf die negativen sozialen und die Gesundheit der Menschen beeinträchtigenden Folgen der ungehemmten Industrialisierung in den Städten.
Im wesentlichen wurden folgende Ziele verfolgt:
– Förderung einer gesunden Lebensweise im Einklang mit der Natur,
– Förderung des Gemeinschaftsgedankens zum Wohle aller, und
– Abschaffung des Privatbesitzes an Grund und Boden, um die Erzielung von Gewinnen aus der Spekulation mit Grundbesitz zu verhindern
Um diese Ideale in die Tat umzusetzen, gründeten 18 Vegetarier aus Berlin 1893 die Eden-Genossenschaft nördlich von Berlin am Rande von Oranienburg.
Von jedem Siedler, der in der Folgezeit Mitglied dieser Gemeinschaft wurde, erwartete man, dass er gemäß diesen Idealen lebt.
Wichtigste Grundlage der Gemeinschaft war und ist bis heute der gemeinsame Bodenbesitz. Auf der Grundlage dieser Ideale entwickelte sich recht bald eine gemeinschaftliche wirtschaftliche Tätigkeit unter dem Dach der Genossenschaft. Es ging um die Herstellung gesunder Lebensmittel in Form von Obst- und Gemüsesäften, sowie vegetarischen Brotaufstrichen, die von den Siedlern im genossenschaftseigenen Betrieb hergestellt und vermarktet wurden. Dieses wirtschaftliche Agieren war sehr prägend für die Edengemeinschaft.
Da in Eden kreative Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten zusammenkamen, entwickelte sich bald auch ein reges kulturelles Leben, was wiederum zur Ansiedlung weiterer interessanter kulturell ausgerichteter Menschen führte.
Was ist aus all diesen Idealen im Laufe der Geschichte geworden? Eine starke Zäsur erlebte Eden nach dem zweiten Weltkrieg. Die Genossenschaft hatte in der DDR nur einen sehr begrenzten Einfluss darauf, wer sich in Eden ansiedelte. Grundstücke, deren Besitzer illegal in die BRD verzogen, wurden in Volkseigentum überführt und an Bürger übergeben, die mit den Vorstellungen der Gründer nichts gemein hatten. Das genossenschaftliche Leben war stark eingeschränkt, wodurch der Gemeinschaftsgedanke ins Hintertreffen geriet. Dazu kam, dass der genossenschaftliche Betrieb verstaatlicht wurde, und auch diese Klammer nicht mehr wirken konnte.
Nach der Wende 1989 gab es auch in Eden einen Neuanfang. Als großes Handicap stellte sich heraus, dass es auf Grund wirtschaftlicher Hemmnisse nicht gelungen ist, den genossenschaftlichen Betrieb zu neuem Leben zu erwecken. Dadurch ist eine wichtige Basis für gemeinschaftliches Handeln weggefallen. Hinzu kommt, dass die Ideale, die zum Aufblühen von Eden geführt haben, bei vielen Siedlern verblasst sind und daher nicht mehr ihre Wirkung entfalten können. Als Zeitströmung haben wir es in der heutigen Gesellschaft mit einer zunehmenden Individualisierung zu tun.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es schon beachtenswert, dass es auch heute in Eden eine beachtliche Anzahl von Menschen gibt, die der Gemeinschaft Energie und Zeit in ehrenamtlicher Arbeit zur Verfügung stellen.
Daraus entwickelten sich folgende gemeinschaftliche Projekte:
– Organisation und Durchführung jährlich einmal stattfindender Frühlings- und Apfelfeste
– Erfahrungsaustausch und gemeinschaftliche Unternehmungen in folgenden Interessengruppen
  • Mensch, bleib gesund
  • Gartengruppe
  • Backgruppe
  • Sportgruppen
– Sonntägliches Treffen im Eden-Kaffee auf dem Abwrackgelände,
– Betreuung der Ausstellung zur Geschichte Edens und des Archivs,
– Jährliche Künstlerfeste der Edener Künstler
All diese Aktivitäten werden im wesentlichen durch den Kulturverein „Alte Mosterei Eden“ getragen.
Der Vorstand der Genossenschaft und der Aufsichtsrat arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, um das genossenschaftliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten der Genossenschaft zu gestalten. In jedem Jahr wird ein Fest für alle ehrenamtlich aktiven Genossenschaftsmitglieder durchgeführt, und alle Senioren werden an einem Sonntag im Advent zu einer kulturell umrahmten Adventsfeier bei Kaffee und Stollen eingeladen.
Ich bin überzeugt davon, dass sich Wilhelm Groß mit seiner Familie auch unter den heutigen Umständen in der Eden-Gemeinschaft wohl fühlen und sicher viel zum Gemeinschaftsleben beitragen würde. Sein Einsatz für den würdevollen Umgang mit Menschen gleich welcher Herkunft und Rasse ist uns heute besonders unter dem Eindruck aktueller Ereignisse Mahnung und Ansporn zugleich.
Dr. Bernd Reischel 
Vorstandsvorsitzender der Eden-Genossenschaft im Januar 2016 

Vorwort


Und jetzt noch ein weiteres Buch über Wilhelm Groß? Ja!
Als im Sommer 2014 mein Buch „Gefesselte Kirche“ erschienen war, konnten der Verlagsleiter und ich uns über ein reges Interesse freuen. Begünstigt durch die wunderbare Ausstellung „Kunst als Verkündigung“, die 2014 im Oranienburger Schloß gezeigt wurde, konnten in kurzer Zeit sehr viele Exemplare des Buches verkauft werden. Ich bekam viel Lob und Anerkennung dafür, das Thema angepackt und mit innerer Anteilnahme gestaltet zu haben. So schrieb mir zum Beispiel Dietlinde Tomys aus Argentinien: „Ich bewundere Sie, wie Sie ohne Wilhelm Groß als Menschen zu kennen, so vieles, ja man kann sagen, alles, über ihn und den großen Meister seiner Kunst in Erfahrung bringen konnten“.
Und die Dolmetscherin Brigitta Jersewski schrieb: “So interessant hat wohl noch nie jemand den Groß interpretiert. Sie haben Leben in die Memoiren gebracht“.
Diese Anerkennungen haben mir gut getan und so konnte ich auch Hinweise auf Ungenauigkeiten im Text dankbar akzeptieren.In gleicher Herangehensweise habe ich ein Jahr später nicht nur ein Buch über die pommersche Dichterin Gerda von Below aus Saleske herausgebracht, sondern auch weiteres Material über Wilhelm Groß zusammen getragen.
In vielen Briefen und Gesprächen in Deutschland und in Polen und auf Fotopirsch in beiden Ländern gewann ich neue Kenntnisse und Erkenntnisse. Hinzu kam, dass zahlreiche Menschen aus Eden und von weither ihre Erlebnisse mit dem Künstler persönlich sowie mit seinen Werken niedergeschrieben haben, und in mir reifte die Einsicht, dass all das nicht wieder der Vergessenheit anheim fallen darf. Und so kam ganz von selbst der Entschluss, alles Material noch einmal aufzuarbeiten und es unter das Thema „Wilhelm Groß und Eden“ zu stellen, den Ort, wo er 55 Jahre lebte, und wo er mit dem 9 Wohlwollen seiner Nachbarn ein so umfangreiches und wunderbares Werk geschaffen hat.
Ich wünsche mir, dass auch diese Arbeit freundliche Aufnahme bei den zahlreichen Kunst- und Heimatfreunden in Nah und Fern findet, und daß sie die vielen Aufnahmen seiner Werke, die durch mich erstmals in den beiden Büchern in Farbe erscheinen, erfreuen, obwohl ein Fachmann sie sicherlich brillanter gemacht hätte.

Hanna Spiegel, geb. Pramschüfer
aus Rötzenhagen, Kreis Schlawe/Pommern